Störstrahlungen im Fernsehkabelnetz

Störstrahlungen liegen in Ihrer Hand

In Deutschland werden in TV-Kabelnetzen Hör- und Fernsehfunkprogramme auch in solchen Frequenzbereichen verteilt, die gleichzeitig von Sicherheitsfunkdiensten wie Funkdienste von Behörden und Organisationen mit Sicherheits- und Rettungsaufgaben sowie Flugfunk- und Flugnavigationsfunkdienste genutzt werden.

Um diese Funkdienste wirksam vor Störungen zu schützen, muss die unerwünschte Abstrahlung, die so genannte Störstrahlung, vermieden werden. Selbige entsteht insbesondere in der so genannten Netzebene 5, also durch die Verbindungskabel zwischen Anschlussdose und den Endgeräten wie Fernseher und Videogerät.

Um Störstrahlungen zu vermeiden, sollten Sie nur einwandfreies Kabel- und Verbindungsmaterial verwenden, darauf achten, dass das von Ihnen genutzte Material ein Schirmdämpfungsmaß von mindestens 75 dB besitzt, die Gerätekabel keine Knicke aufweisen und nicht enger als mit einem Radius von 10 cm gewickelt sind sowie notwendige Reparaturen ausschließlich von dafür autorisierten Fachfirmen ausführen lassen. In jedem Fall sind Sie als Nutzer Ihrer eigenen Technik für den sachgerechten Umgang mit derselben und eben auch für die Vermeidung von Störstrahlungen verantwortlich.

Seit Juli 2003 ist damit zu rechnen, dass von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Testmessungen durchgeführt werden mit dem Ziel, Störstrahlungsquellen zu ermitteln. Werden solche gefunden, kann dies zum Abschalten ganzer Kabelempfangsanlagen führen. Die daraus resultierenden Kosten sind dann vom Verursacher zu tragen.